Olivenöl

Aus hundert gelblich-weißen Blüten im Frühjahr wachsen nur etwa fünf Oliven heran, und im Herbst werden aus hundert Kilo Oliven höchstens elf Liter Öl kalt ausgepresst. Über 150 000 Tonnen jährlich werden allein aus Italien nach Deutschland exportiert, aber nicht alles, was als "Olio di Oliva" mit italienischer Herkunft ausgezeichnet wurde, ist es auch.

Zwar dürfen nur erstklassige Öle das Gütezeichen der EU tragen, aber original italienisch sind sie nicht. Oft stammen sie aus Portugal, Spanien, Türkei oder Griechenland. Für den ausländischen Verbraucher wurde daher von der EU, ähnlich wie für Weine, die geschützte Ursprungsbezeichnung "italienisch D.P.D." eingeführt. Wer jemals bestes Olivenöl direkt aus der Presse probiert hat, schmeckt, dass man dies nicht mit der üblichen Qualität aus dem Supermarkt vergleichen kann.

OLIVENÖL EXTRA VERGINE VON "PIAN DELLA LAGA"

Dieses Öl, köstlich und gesund, wird aus den sonnenreifen Früchten des immergrünen Olivenbaums gewonnen, der das Gesicht der Marken mit prägt. Die Ernte erfolgt in den Monaten Oktober bis Dezember, immer noch hauptsächlich per Hand. Noch am Abend des Tages, an dem sie gesammelt worden sind, werden die Oliven zur Mühle gebracht, um dort gepresst zu werden.

OLIVENÖL EXTRA VERGINE ist ein überaus hochwertiges Lebensmittel, da es aus der frischen Frucht gewonnen wird, in rein mechanischem Verfahren, ohne dass die chemische Zusammensetzung des Produkts in irgendeiner Weise verändert wird.

OLIVENÖL EXTRA VERGINE hat, über seine Natürlichkeit und seinen aromatischen, angenehmen Geschmack hinaus auch weitere gesundheitsfördernde Funktionen:

  • es beugt Herzproblemen vor
  • es ist hilfreich bei Osteoporose
  • es beugt Gallensteinen vor
  • es hilft der Tumorbildung zuvorzukommen
  • es ist ein kostbarer Antioxidant und trägt dazu bei, die freien Radikale zu blockieren
  • es reduziert den Cholesterinspiegel im Blut… ...

OLIVENÖL EXTRA VERGINE bietet all diese Gesundheitsvorteile, wenn es roh verwendet wird, aber auch beim Kochen verändert es sich dank seiner natürlichen Antioxidatien wenig, die es vor degenerativen Prozessen schützen.

Auf dem Landgut "Pian della Laga" können die Gäste dieses feine Öl, typischer Bestandteil der mediterranen Küche, gern kosten und auch kaufen.

Näheres zur Herstellung

JEDER BAUER LEGT WERT AUF ÖL, gepresst aus seinen eigenen Oliven. Kein Wunder: Aus den Früchten, die sorgfältig ohne Äste und Blätter geerntet wurden, und in Säcken verpackt spätestens zwei Tage nach Ernte in die Mühle gelangen, wird das qualitativ beste Olivenöl gepresst. Baumreste oder zu langes Liegen im nassen Gras erhöhen den Fettsäuregehalt im Öl. Bleibt der unter einem Prozent erhält das Öl das Gütezeichen "olio extra vergine".

AUF JEDER STATION wandert ein gelber Zettel mit dem Namen des Bauern. Erste Etappe: Trennung und Waschen. Auf einem Förderrost, der fein genug ist, damit die Oliven nicht durchfallen, aber grob genug, damit Stiele, Erde und Blätter durchfallen, werden Oliven durch ständiges Vibrieren selektiert. Am Ende des Förderrosts werden sie kurz gewaschen, grob gestückelt und auf diese Weise vorbereitet auf das Mahlen in der Steinmühle.

ZWISCHEN DREI RIESIGEN GRANITSTEINEN, meist stammen sie aus Apulien, werden die Oliven mit Kernen zermahlen. Jeder einzelne Mahlstein wiegt dreihundert Kilogramm und dreht sich um die eigene Achse. Früher wurden diese Mühlen durch Tiere angetrieben, inzwischen erfüllen Elektromotoren die Arbeit. Das Zermahlen der Oliven zu einem dickflüssigen Brei dauert etwa 25 Minuten und wird häufig auch als " Kollern " bezeichnet.

SCHICHT FÜR SCHICHT wird der frisch gemahlene Olivenbrei anschließend etwa drei Zentimeter dick auf runde Pressmatten aus Pflanzenfasern aufgetragen. Etwa dreißig bis vierzig mit Brei gefüllte Matten werden übereinander geschichtet, so dass ein Turm entsteht. Manche Ölmühlen verzichten mittlerweile auf vorheriges Zerstampfen der Oliven und quetschen mit noch stärkerer Hydraulik die Flüssigkeit heraus.

DIE AUFEINANDER GESTAPELTEN MATTEN werden jetzt ein einziges Mal für etwa eine Minute mittels hydraulischer Presse und einem Druck von vierhundert atü zusammengepresst, bis an den Seiten ein Gemisch aus oliveneigenem Wasser und Olivenöl herausfließt. "Kaltgepresstes Olivenöl" darf durch den Pressvorgang nicht auf mehr als 20 Grad erhitzt werden. Aus dem trockenen Abfallprodukt wird durch Hitze und chemische Zusätze Industrieöl gewonnen.

OHNE ZEIT ZU VERLIEREN wird anschließend in der Zentrifuge überschüssiges Fruchtwasser vom Öl getrennt. Wartet man mit diesem Schritt zu lange, würde das Wasser die gewonnene Flüssigkeit schnell verderben. Die Waage am Ende der Ölpresse zeigt den Gewinn der Erntesaison in Kilos an. Kühl und dunkel kann das Olivenöl etwa ein Jahr gelagert werden. Es gewinnt, anders als Wein, nicht an Qualität.